Kurz erklärt: Hühner sind Allesfresser und benötigen eine ausgewogene Mischung aus Getreide, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen. Ein hochwertiges Alleinfutter wie Legemehl oder Körnermischungen bildet die Basis. Ergänzen Sie dieses Grundfutter mit frischem Grünzeug, Gemüseresten und tierischem Eiweiß wie Würmern oder Insekten. Grit und frisches Wasser sind essentiell. Vermeiden Sie salzige, süße oder verdorbene Lebensmittel.
Was fressen Hühner? Die beste Fütterung für gesunde Tiere
Gesunde Hühner beginnen mit der richtigen Ernährung. Eine ausgewogene Fütterung sichert vitale Tiere, robuste Gesundheit und bei Legehennen eine gute Eiqualität. Dieser Leitfaden erklärt, was auf den Speiseplan Ihrer Hühner gehört.
Die Grundlagen der Hühnerernährung
Hühner sind natürliche Allesfresser. In freier Wildbahn picken sie nach Körnern, Insekten, Würmern und frischem Grün. Diese Vielfalt müssen Sie in der Hühnerhaltung im Garten nachbilden.
Jedes Futter besteht aus Hauptnährstoffen. Proteine brauchen Hühner für den Muskelaufbau und die Federbildung. Legehennen benötigen sie besonders für die Eiproduktion. Kohlenhydrate aus Getreide liefern Energie für den Tag.
Fette sind ein konzentrierter Energielieferant. Vitamine und Mineralstoffe steuern lebenswichtige Körperfunktionen. Calcium ist der Schlüssel für starke Eierschalen.
Profi-Tipp
Beobachten Sie das Federkleid und die Aktivität Ihrer Hühner. Ein glänzendes Gefieder und lebhaftes Verhalten sind die besten Indikatoren für eine optimale Fütterung. Mattes Federkleid oder Lethargie deuten auf Mangelernährung hin.
Welches Hauptfutter ist das Richtige?
Das Hauptfutter bildet die tägliche Nahrungsgrundlage. Entscheiden Sie zwischen Mash, Pellets und Körnerfutter. Mash ist fein gemahlenes Futter, das Hühner leicht aufnehmen. Es staubt jedoch stark.
Pellets sind gepresste Futterstifte. Sie reduzieren die Selektion, da die Hühner alle Bestandteile fressen müssen. Die Futterverschwendung ist minimal. Körnerfutter ist eine klassische Mischung aus Weizen, Gerste, Mais und Hafer.
Hühner sortieren gerne und picken sich ihre Lieblingskörner heraus. Dies kann zu einer unausgewogenen Ernährung führen. Eine Lösung sind komplette Alleinfuttermittel.
ist ein solches Premium Legemehl PLUS mit Oregano. Es enthält alle notwendigen Nährstoffe für Legehennen in feiner Form. Der Zusatz von Oregano unterstützt die natürliche Gesundheit der Tiere.Für eine traditionelle Fütterung eignet sich
. Dieses Premium Körnerfutter PLUS bietet eine ausgewogene Getreidemischung. Es ist ideal für Hühner, Gänse und Enten.„Die Qualität des Futters spiegelt sich direkt in der Vitalität der Herde wider. Investitionen in ein hochwertiges Basisfutter zahlen sich durch geringere Tierarztkosten und bessere Leistung aus.“
Warum ist Alleinfutter so praktisch?
Alleinfutter ist genau dosiert. Es enthält Proteine, Vitamine und Mineralstoffe im optimalen Verhältnis. Sie müssen keine weiteren Zusätze mischen. Das spart Zeit und minimiert Fehler.
Besonders für Anfänger in der Hühnerhaltung im Garten ist Alleinfutter die sicherste Wahl. Die Tiere erhalten alles, was sie brauchen. Achten Sie auf die Bezeichnung „Alleinfutter“ auf der Verpackung.
Wie ergänzen Sie das Futter sinnvoll?
Grünzeug ist mehr als nur ein Snack. Frischer Rasenschnitt, Löwenzahn, Klee oder Brennnesseln liefern Vitamine. Sie fördern die Verdauung und beschäftigen die Tiere.
Schneiden Sie das Grünzeug klein, um Verklebungen im Kropf zu vermeiden. Geben Sie es frisch und in Maßen. Gemüsereste sind eine willkommene Abwechslung. Gurken, Karotten, Zucchini und Kürbis eignen sich hervorragend.
Schneiden Sie auch dieses Gemüse in handliche Stücke. Tierisches Eiweiß ist ein natürlicher Bestandteil. Mehlwürmer, getrocknete Garnelen oder frisch gefangene Insekten im Auslauf decken den Bedarf.
Wichtiger Hinweis
Füttern Sie niemals rohe Kartoffeln, Avocado, Zwiebeln oder Schokolade. Diese Lebensmittel sind giftig für Hühner. Auch salzige oder stark gewürzte Speisereste gehören nicht in den Napf. Sie können zu schweren Gesundheitsproblemen führen.
Grit und Muschelkalk sind keine optionalen Zusätze. Hühner besitzen keine Zähne. Sie zerkleinern das Futter im Muskelmagen mit Hilfe von kleinen Steinchen, dem Grit.
Stellen Sie daher immer einen separaten Behälter mit Magenkieseln bereit. Muschelkalk oder Eierschalen bieten Sie zusätzlich als Calciumquelle an. Besonders Legehennen brauchen dieses Mineral.
, Urgesteinsmehl, kann dem Futter beigemischt werden. Es liefert Spurenelemente und verbessert die Nährstoffaufnahme. Geben Sie etwa ein bis zwei Prozent zum Hauptfutter hinzu.Was ist der perfekte Fütterungsrhythmus?
Füttern Sie morgens nach dem Öffnen des Stalls. So starten die Hühner mit Energie in den Tag. Geben Sie etwa zwei Drittel der täglichen Hauptfutterration. Die Menge hängt von Rasse, Alter und Haltungsform ab.
Richten Sie sich nach den Herstellerangaben auf der Futtersäcke. Ein ausgewachsenes Huhn frisst etwa 120 bis 130 Gramm Alleinfutter pro Tag. Kontrollieren Sie die Näpfe am Nachmittag.
Füttern Sie eine kleinere Portion am späten Nachmittag. Satt gehen die Tiere in die Nacht. Dies verhindert unnötigen Stress und Federpicken. Lassen Sie das Futter nicht über Nacht im Freien.
„Regelmäßige Fütterungszeiten schaffen Sicherheit für die Herde. Hühner sind Gewohnheitstiere. Ein fester Rhythmus reduziert Rangordnungskämpfe am Futtertrog und fördert ein ruhiges Stallklima.“
Wie gestalten Sie die Tränke richtig?
Wasser ist der wichtigste Nährstoff. Eine Legehenne trinkt bis zu einem halben Liter pro Tag. Im Sommer kann der Bedarf steigen. Stellen Sie mehrere saubere Tränken im Auslauf und Stall auf.
Reinigen Sie die Tränken täglich. Wechseln Sie das Wasser mindestens einmal, bei Hitze öfter. Verwenden Sie frostsichere Tränken im Winter. Kontrollieren Sie mehrmals täglich, ob die Versorgung funktioniert.
Welches Futter für welche Lebensphase?
Küken brauchen spezielles Aufzuchtfutter. Es ist proteinreich und fein granuliert. Füttern Sie es bis zur achten Lebenswoche. Dann stellen Sie auf Junghennenfutter um. Dieses enthält weniger Protein, aber genug Energie für das Wachstum.
Ab der 18. Lebenswoche benötigen die Hennen Legemehl. Es hat einen erhöhten Calcium- und Proteinanteil für die beginnende Legetätigkeit. Sie finden passendes Futter in unserer Kategorie Hühnerfutter 25 kg.
Hähne und nicht legende Hennen kommen mit einem Erhaltungsfutter aus. Es hat einen geringeren Proteingehalt.
ist eine Körnermischung mit Mais, die sich dafür gut eignet.Im Winter passen Sie die Fütterung an. Die Tiere verbrennen mehr Energie, um Körperwärme zu erzeugen. Geben Sie etwas mehr Futter oder ergänzen Sie mit energiereichen Körnern wie Mais.
Zusätzlicher Rat
Führen Sie Futterumstellungen immer langsam durch. Mischen Sie über eine Woche hinweg immer mehr des neuen Futters unter das alte. Ein plötzlicher Wechsel kann zu Verdauungsstörungen und Futterverweigerung führen. Beobachten Sie das Verhalten der Tiere während dieser Phase genau.
Wie vermeiden Sie häufige Fütterungsfehler?
Überfütterung ist ein verbreitetes Problem. Zu viel Futter, besonders energiereiche Leckereien, führt zu fetten Hühnern. Fette Hennen legen weniger Eier und haben ein höheres Gesundheitsrisiko.
Messen Sie das Futter ab. Wiegen Sie eine Tagesration zunächst genau ab. So entwickeln Sie ein Gefühl für die richtige Menge. Unterfütterung erkennen Sie an hungrigen, aggressiven Tieren und einem Rückgang der Legeleistung.
Einseitige Ernährung entsteht durch zu viele Snacks. Die Tiere sättigen sich mit Leckereien und lassen das vitaminreiche Hauptfutter stehen. Beschränken Sie Ergänzungsfutter auf maximal zehn Prozent der Tagesration.
Schmutzige Futternäpfe und Tränken sind Brutstätten für Keime. Reinigen Sie beides täglich mit heißem Wasser. Verwenden Sie milde Reinigungsmittel und spülen Sie gründlich nach. Trocknen Sie die Näpfe vor der Neubefüllung.
Wie lagern Sie Hühnerfutter korrekt?
Kaufen Sie Futter in für Sie sinnvollen Mengen. Große Säcke sind günstiger, verderben aber bei falscher Lagerung. Lagern Sie das Futter kühl, trocken und dunkel. Ein gut belüfteter Schuppen oder die Garage eignen sich.
Verwenden Sie dichte Vorratsbehälter aus Metall oder robustem Kunststoff. Sie schützen vor Mäusen, Ratten und Feuchtigkeit. Beschriften Sie die Behälter mit dem Futtertyp und dem Kaufdatum. Verbrauchen Sie ältere Chargen zuerst.
Riechen Sie am Futter, bevor Sie es verfüttern. Es sollte frisch und neutral riechen. Modriger Geruch, Klumpenbildung oder sichtbarer Schimmel sind Alarmzeichen. Entsorgen Sie verdorbenes Futter sofort.
Wie fördern Sie natürliches Futterverhalten?
Ein abwechslungsreicher Auslauf ist das beste Beschäftigungsfutter. Lassen Sie Ihre Hühner auf einer Wiese mit Kräutern scharren. Sie finden Insekten, Würmer und frisches Grün. Das befriedigt ihr natürliches Verhalten.
Hängen Sie ganze Kohlköpfe oder Salatstrünke im Stall auf. Die Hühner müssen danach hüpfen und picken. Das trainiert die Muskulatur und vertreibt die Langeweile. Bieten Sie Futter in verschiedenen Höhen an.
Verstreuen Sie einen Teil des Getreidefutters im Einstreu oder auf einer sauberen Fläche im Auslauf. Das Suchen und Picken beschäftigt die Tiere stundenlang. Es reduziert Federpicken und Aggressionen in der Herde.
Mit der richtigen Fütterung legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Hühnerhaltung im Garten. Ihre Tiere bleiben gesund, aktiv und zufrieden.
Häufige Fragen
- Dürfen Hühner Brot fressen?
- Brot ist kein geeignetes Hühnerfutter. Es quillt im Magen auf, enthält oft Salz und liefert kaum Nährstoffe. Sehr kleine Mengen altes, trockenes Brot sind in Ausnahmen verträglich. Besser füttern Sie spezielles Körnerfutter oder frisches Gemüse.
- Wie oft am Tag muss ich meine Hühner füttern?
- Füttern Sie Ihre Hühner ein- bis zweimal täglich zur gleichen Zeit. Morgens geben Sie die Hauptration. Abends füttern Sie eine kleinere Portion, damit die Tiere satt in die Nacht gehen. Stellen Sie ständig frisches Wasser und Grit bereit.
- Brauchen Hühner zusätzliches Calcium?
- Legehennen benötigen viel Calcium für stabile Eierschalen. Spezielles Legemehl enthält bereits ausreichend Calcium. Als Ergänzung können Sie separat Muschelschrot oder Eierschalen anbieten. Stellen Sie es immer separat zur freien Aufnahme bereit.
- Welches Gemüse ist für Hühner giftig?
- Vermeiden Sie Avocado, rohe Kartoffeln und Kartoffelkeime, Zwiebeln und Rhabarberblätter. Diese sind giftig für Hühner. Grüne Tomaten und Auberginen sind in großen Mengen schädlich. Salat, Gurken, Karotten und Kürbis sind dagegen ausgezeichnete Snacks.
- Kann ich Hühnern Küchenabfälle füttern?
- Ja, aber mit strikten Regeln. Geben Sie nur frisches, ungewürztes Obst und Gemüse, gekochte Nudeln oder Reis ohne Salz. Verboten sind alle gewürzten, gesalzenen, fettigen oder verdorbenen Speisen. Küchenabfälle sind nur eine Ergänzung, kein Ersatz für Alleinfutter.
Das könnte Sie auch interessieren
- Hühner im Garten halten: Der komplette Ratgeber
- Enten füttern: Was wirklich gut für die Tiere ist
- Hühnerhaltung für Anfänger: So maximieren Sie die Eierproduktion
- Amseln richtig füttern: So helfen Sie Gartenvögeln optimal
- Vögel im Garten richtig füttern: Was ist erlaubt?
- Hühnerstall selber bauen: Ihr Leitfaden für den idealen Stall